Gänseschmalz

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Endspurt für die Gans: Beim Sauce kochen bzw. im Vogel selbst war doch noch was mit Fett. Dieses Fett hab ich zu nem leckeren Gänseschmalz verkocht, leider hab ich mir dabei zu viel Zeit gelassen, weshalb der Flomen  (die innen liegenden großen Fettlager im Hinterleib der Gans links und rechts) leider nicht mehr zu gebrauchen war. Den müßt ihr sonst einfach würfeln und bei mittlerer Hitze auslassen (falls ihr nicht dauernd Fotos macht beim Gänsebraten, könnt ihr den Flomen schon mal parallel auslassen) danach verarbeiten wie im folgenden Rezept, viele Zutaten braucht ihr nicht bzw. habt sie vom Gänsebraten eh noch da.

Die Zutaten zu Beginn im Überblick (im Uhrzeigersinn, beginnend bei 06.00)

1 kleiner Boskop (oder ein halber, wenn es ein großer Apfel ist)

1 TL gefriergetrockneter Majoran

1 TL gefriergetrockneter Thymian

Salz

Pfeffer

350g Zwiebeln (daraus ergeben sich nachher ~300g Zwiebelwürfel)

1 Zehe Knoblauch

zentral: das ausgelassene Gänsefett vom Gänsebraten (hier 300g)

Nachdem ihr die Zwiebeln geschält habt….

…halbiert ihr sie und schneidet sie in feine Streifen, wobei ihr nicht ganz durchschneidet, sondern den Wurzelansatz ganz lasst. Danach schneidet ihr die Zwiebel noch zweimal waagerecht ein (ebenfalls nicht ganz durch), danach schneidet ihr einfach senkrecht runter und voilà habt ihr feinste Zwiebelwürfel (optimal ist ein Mengenverhältnis Schmalz:Zwiebel von 1:1). Dafür braucht ihr natürlich ein scharfes Messer, das euch entsprechend liegt. Mehr dazu erfahrt ihr im Messerspecial

…den Apfel schneidet ihr in feine Scheiben, diese in feine Streifen und diese wiederum in feine Würfel und gebt die Apfelwürfel zu den Zwiebeln…

…gleiches macht ihr mit dem Knobi. Den könnt ihr auch pressen, klar, ich war aber grade beim Schneiden und da ich Brett und Messer eh spülen muß 😉 …

…Die Würfelchen gebt ihr nun alle in den heißen Schmalz und rührt die Kräuter dazu ein…

…alles zusammen lasst ihr nun wild kochen, wobei erst das Wasser aus Zwiebeln, Knoblauch und Apfel verdampft. Danach werden eure Würfelchen recht fix braun! Das ist gewollt ein bischen dunkler schadet auch nicht, schwarze Würfel sollten dabei selten sein bzw. nicht vorhanden, sonst wirds bitter bzw, es schmeckt verbrannt…

…das Schmalz füllt ihr in ein Porzellan oder Metallgefäß (für Kunststoff isses noch zu heiß) und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab, dann lasst ihr das Schmalz erstmal abkühlen…

…und deckt es mit Folie ab bevor ihr es über Nacht in den Kühlschrank stellt…

…am Folgetag rührt ihr es nochmal durch und schmeckt gegebenenfalls nochmal mit Salz und Pfeffer ab bevor ihr es z.B. mit einem Einwegspritzbeutel…

…in ein sauberes Glas füllt…

…Dabei kommt es vor das sich Luftblasen im Schmalz bilden (s.roter Kreis). Um diese zu entfernen, schlagt ihr das Glas mehrfach kräftig auf eine mit einem Handtuch abgedeckte Arbeitsfläche, wodurch die Blasen nach und nach nach oben wandern bis sie verschwunden sind 😉 …

…Zum Schluß noch n Etikett drauf uns ab in den Kühlschrank. Verschlossen hält es sich locker 4 Monate, aber wahrscheinlich ist es vorher alle…

Viel Erfolg und guten Appetit!

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