Limettencreme

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Als Beitrag Nr. 100 (sic!) gibts ne schicke Limettencreme. Von einer kleinen Feier neulich blieben einige Limetten über und bevor die rumgammeln konnten hab ich sie verarbeitet. Keine Ahnung warum, aber in meiner Generation haben Großmütter regelmäßig Zitronencremes gemacht (sowohl in Ost wie West). Um an ein möglichst originales Rezept zu kommen (Fragen war leider nicht mehr möglich) hab ich Kochbücher aus der Zeit um 1900 durchgeschaut und hab 2 oder drei verschiedene Sachen gefunden wie ‘Citronencreme’ oder ‘Creme von Citronen mit Weinchadeau’ bei denen die Basis immer ne Art Zabayone (oder auch Sabayone oder Zabaglione…) also ne Weinschaumcreme war. Kurzum: ich denke nicht das Omma für die Kleinen erstmal nen ‘halben Liter guten Weißwein’ mit div. Eigelben über schwachem Feuer schaumig gerührt hat… Das Internet ist voll von Rezepten für Zitronencreme mit und ohne Gelatine, mit und ohne künstliches Aroma, mit und ohne Sahne, mit und ohne Fertigmischungen und und und. Also hab ich die genommen die mir gefallen haben und hab dann rumprobiert bis ich dieses Rezept fertig hatte. Ok, die Limetten sind mittlerweile auch alle, aber für die Fotos hatte ich noch genug. Hier also mein Rezept für ne Limettencreme für 6 Personen als kleines Dessert. Und trotzdem dass ich ‘nur’ Limetten genommen habe: geschmeckt hats wie damals Feiertags bei Oma! Ihr könnt natürlich die Limetten gegen Zitronen tauschen so lange ihr den Rest aus’m Einkaufszettel da habt, könnt ihr loslegen.

Die Zutaten im Überblick (im Uhrzeigersinn, beginnend bei 7.00)

2 Blatt Gelatine

Salz

120g Zucker

100ml Wasser

3 Eier

3 Limetten

Ihr beginnt mit der Gelatine, die ihr einzeln nacheinander…

…in KALTES Wasser legt. (in warmem Wasser lösen sich die Blätter auf!). Die Schüssel stellt ihr einfach zur Seite und…

…reibt von zwei Limetten die Schale ab ohne dabei die weiße Schicht unterhalb der grünen Schale mitzureiben. Die weiße Schicht ist echt bitter und versaut euch sonst den Geschmack der Creme total…

…dann presst ihr alle Limetten aus und gebt Saft und Fruchtfleisch zusammen mit dem Wasser und ca. der Hälfte des Zuckers in einen Topf und kocht alles zusammen für ca. 3-4 min. zu einem leichten Sirup ein…

…diesen gießt ihr durch ein Sieb und lasst ihn abkühlen…

 

…nun trennt ihr die Eier und gebt eine Prise Salz zum Eiklar bevor ihr es aufschlagt. Den Eischnee stellt ihr kalt…

…und gebt die Eigelbe in eine Schüssel (am besten Edelstahl, da ihr damit noch aufs Wasserbad müßt) dazu gebt ihr den Schalenabrieb der Limetten und den restlichen Zucker und rührt alles…

….schaumig, bevor ihr den Limettensirup zugebt. Dann stellt ihr die Schüssel auf ein fast kochendes Wasserbad…

…und schlagt die Masse zu einer dickschaumigen Konsistenz auf. Klar, das geht auch mit dem Handrührgerät, ich hab aber mehr Gefühl mit dem Schneebesen (alte Schule halt 😉  )…

…die Schüssel setzt ihr jetz in ein Becken mit kaltem Wasser und rührt weiter bis die Creme kalt ist. Von der eingangs bereits erwähnten Feier waren noch Eiswürfel da, die hab ich noch in das Wasser gegeben, es geht aber auch ohne…

…die kalte Creme lasst ihr im Wasser stehen und nehmt die Gelatine aus dem Wasser. Ihr presst den glibbrigen Klumpen kurz aus und gebt ihn in einen kleinen Topf mit 2 Eßl heißem Wasser. Die Gelatine löst sich darin auf. Zu der aufgelösten Gelatine gebt ihr jetzt einige Eßlöffel eurer Creme und rührt diese gut unter. Die Gelatine-Creme-Mischung gebt ihr jetzt unter rühren zur restlichen Creme. Dieses Vormischen ist wichtig um Klumpenbildung in der Limettencreme zu vermeiden!!!…

…unter die kalte Creme rührt ihr nun noch vorsichtig den Eischnee und…

…gebt dann diese extrem fluffige Creme in Gläser oder Schalen oder worin auch immer ihr sie servieren wollt…

…deckt sie mit Klarsichtfolie ab (die Creme nimmt sehr leicht Gerüche/Aromen im Kühlschrank an) und stellt sie min. 3-4 Stunden, besser noch über Nacht, kalt.

Nur noch mit etwas Schlagsahne und einigen Schalenzesten garnieren, FERTIG! Viel Spaß beim nachkochen und Gruß an alle Omas, die das bestimmt noch besser können 😉

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