Pasteis de Nata

Print Friendly, PDF & Email

Eigentlich wollte ich dieses Rezept schon vor Ostern einstellen, aber da war einiges zu tun und so komm ich erst jetzt dazu. Diese kleinen Törtchen sind wohl mittlerweile ein portugiesischer Exportschlager und ich bin zum ersten mal bei nem Feinkosthändler für mediterrane Lebensmittel drüber gestolpert und war schockverliebt! Nach ein zwei (leckeren!) Fehlversuchen hab ichs jetzt raus und will euch nicht vorenthalten wie ich diese Pasteis de nata mache 😉 Letztenendes ist es nicht gar nicht so schwer, das größte Problem war erstmal ein Rezept zu finden. Da gibt es Varianten mit Zimt oder mit Zitronenschale oder mit beiden oder mit Vanille oder komplett ohne Gewürze nur mit Milch und Ei und Zucker. Erfunden wurden sie im Kloster Belem in der Nähe von Lissabon, in dem man traditionell die Hauben der Nonnen mit Eiklar stärkte. Zu jedem Eiklar gehört nun mal auch ein Eigelb was dann übrig blieb. Um diese Unmengen an Eigelb nicht wegwerfen zu müssen, entwickelten die Mönche der Klosterküche die kleinen, nahrhaften Häppchen mit Blätterteig. Als das Kloster schloß, verkauften sie das Rezept an die benachbarte Zuckerfabrik, die es seit dem wie einen Augapfel hütet. Da ich der Meinung, bin die Teile aus dem Feinkostladen hätten deutlich nach Vanille geschmeckt und es keine Quelle gibt die es explizit verbietet Vanille da rein zu tun, hab ich sie mit Vanillezucker gemacht (Vanilleschoten sind derzeit teuer und mein Vanillezucker hat mittlerweile n echt Klasse Aroma). Ob ihr jetzt Vanillezucker, -schote oder ein -extrakt nehmt bleibt euch überlassen. Wie es geht zeig ich euch gleich, die Zutaten erfahrt ihr wie immer in der Übersicht.

 

Die Zutaten im Überblick:

Hintere Reihe (v.l.n.r.): 6 Eigelb, 0,5l 3,5%ige Milch, 1 Muffinblech, 2 Rollen Blätterteig

Mittlere Reihe: 1 Tasse mit 10cm Durchmesser, etwas Butter zum fetten, 30g Speisestärke

vordere Reihe(v.l.n.r.): 1 Prise Salz, 125g Vanillezucker

 

Ihr beginnt mit dem Fetten der Muffinform parallel heizt ihr schon mal den Ofen auf 250°C vor…

…danach rollt ihr die erste Blätterteigmatte aus und stecht dicht an dicht mit der Tasse Kreise aus bzw. markiert diese…

…dann schneidet ihr die Kreise mit einem Messer komplett nach und hebt sie raus und…

…setzt sie in die Muffinform, wo ihr sie unter leichtem Druck in die einzelnem Förmchen einpasst. Wenn ihr alle Förmchen mit Teig ausgelegt habt, gehts an die Füllung…

…dafür gebt ihr Vanillezucker, Salz und Milch in einen ausreichend großen Topf und erhitzt alles unter rühren…

…währenddessen verrührt ihr die Stärke mit den Eigelben bis ein klumpenfreier (!) Brei entsteht, den ihr…

…in die heiße Vanillemilch einrührt. Die Mischung stellt ihr zurück auf den Herd und rührt bis sie anfängt zu kochen. (Achtung ihr müßt schnell und kontinuierlich rühren sonst gibts Klumpen und brennt an!)…

…die Masse wird dann schlagartig ‘pampig’, dann nehmt ihr sie runter vom Herd und…

…füllt sie zwei Esslöffeln in eure vorbereiteten Förmchen (n bissel is über, aber sie schmeckt auch so 😉 ) und schiebt die Form dann auf der unteren Schiene in den auf 250°C vorgeheizten Ofen (am besten auf einem Blech falls was überkocht). Nach 10-15min…

…sind die Pasteis dann auch schon fertig! Jetzt lasst ihr sie kurz abkühlen…

…und löst sie dann unter leichtem Drehen aus der Form, setzt sie auf ein Gitter zum kompletten auskühlen und…

…fertig sind eure kleinen Kunstwerke. Gutes Gelingen und einen guten Appetit (wers schafft nur eins zu essen, der verrät mir bitte wie das geht).

 

Wenn's gefällt, sagt es bitte weiter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.